Liebe Gemeindeglieder,

heute grüße ich Sie mit einem Bild aus Vanuatu. Wo das ist? In einer Ecke der Welt, die kaum weiter von uns entfernt seien könnte. Irgendwo im großen, weiten Pazifik zwischen Papua und Samoa. Viele kleine Inseln, um genau zu sein sind es 83, die über 1300 km verteilt sind. 267.000 Einwohner leben dort. Sie sprechen 110 (!) Sprachen. Die Verkehrssprache ist „Bislama“ – eine Mischsprache aus englisch/französischer Kolonialzeit. Seit 1980 ist Vanuatu ein eigener Staat. Er lebt hauptsächlich von Landwirtschaft, vom Fischfang und vom Tourismus. Die wichtigste Kulturpflanze ist die Kokospalme. Die Sorgen der Menschen auf Vanuatu lassen sich mit wenigen Worten beschreiben: Anstieg des Meeresspiegels, Zyklone, Erdbeben. – Frauen aus Vanuatu haben in diesem Jahr den Gottesdienst für den Weltgebetstag vorbereitet. Auch wenn wir in diesem Jahr den Weltgebetstag nicht miteinander feiern können, ist er für mich ein ganz wichtiger Termin im Kirchenjahr: Wir werden daran erinnert, dass wir zusammengehören – Christen weltweit. Und wir werden daran erinnert, dass wir etwas tun können, nämlich aneinander denken, füreinander beten, einander unterstützen (durch unsere Kollekten). Mir tut es gut, in Zeiten, in denen wir gezwungen sind, uns hauptsächlich mit uns selbst zu beschäftigen, den Blick in die Ferne, gewissermaßen über den Tellerrand, schweifen zu lassen. Der Weltgebetstag lädt uns nicht nur zum Gebet ein, er weitet auch unseren Horizont. Er erzählt uns von der unglaublichen Vielfalt unserer Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt. Wir werden daran erinnert, dass das Gebet eine große Kraft ist, die uns miteinander und mit Gott verbindet. Viele Projekte werden seit Jahren erst möglich durch die weltweiten Kollekten. Mädchen und Frauen werden dadurch gestärkt und erhalten Hilfe, wo sie besonders schwach sind.

Auf dem Foto oben sehen wir übrigens das Bild, das uns in diesem Jahr am Weltgebetstag begleiten will: Eine junge Mutter mit ihrem Kind (Vanuatu hat eine junge Bevölkerung), die Palme als wichtigste Pflanze, eine große Welle mit Fisch und Segelbooten – Nahrung  und Gefahr zugleich, den weiten Himmel und das Feuer (Vanuatu liegt im pazifischen Feuergürtel, hat Vulkane und ist von Erdbeben bedroht). Die Frage, die uns die Frauen aus Vanuatu mitgeben lautet: „Worauf bauen wir?“ – Worauf also bauen wir, wenn alles ins Wanken gerät? Dazu laden uns die Frauen aus Vanuatu ein: an Althergebrachtem zu rütteln, uns neu zu vergewissern, ob das Haus unseres Lebens auf sicherem Grund steht oder ob wir nur auf Sand gebaut haben.

Denken Sie also (nicht nur aber jetzt besonders) am Freitag, den 5. März an unsere Schwestern und Brüder in Vanuatu, beten Sie für sie und wenn Sie wollen, dann können Sie gerne eine Kollekte für die Weltgebetstagsarbeit bei Frau Niemann im Gemeindebüro abgeben.

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Ihre Kirchengemeinde
und Pastor Manfred Hojczyk

Video-Andacht zum Heiligen Abend 2020 in Strasburg

Willkommen

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinden Strasburg und Blumenhagen.

Wir sind eine kleine Kirchengemeinde am nördlichen Rande der Uckermark und gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Uckermärkisch-Brandenburgische und Pommersche Wurzeln verbinden sich in unserer Region. So sind wir heute Teil des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises und der Propstei Pasewalk. Unsere Kirchengemeinde – bestehend aus der Kirchengemeinde St. Marien der Stadt Strasburg und der Kirchengemeinde Blumenhagen, in der vier Dörfer verbunden sind, ist ein Produkt der letzten kreiskirchlichen Strukturreform und in der heutigen Form erst gut 10 Jahre alt. Zur Gemeinde gehören 6 Kirchengebäude. Auf den Dörfern wird monatlich in Strasburg wöchentlich Gottesdienst gefeiert.

Sieht man unsere alten Kirchen an, dann werden wir an eine große Tradition erinnert. Otto von Bamberg hat in unsere Region vor ca. 1000 Jahren den christlichen Glauben gebracht. Die Kirchengebäude selbst besitzen häufig einfache Vorgängerbauten und sind in ihrer heutigen Form ca. 750-8oo Jahre alt. Seit der Reformation sind unsere Kirchengemeinden und damit auch unsere Kirchen dem evangelischen Bekenntnis zugehörig.

Landschaftlich ist unsere Region gekennzeichnet durch weite Felder und kleine Dörfer am südlichen Rand der Brohmer Berge. Kleine Städte, in einer der dünnbesiedelsten Regionen Deutschlands, erzählen heute von der vielfältigen kriegerischen Vergangenheit – seien es die Wirren des 30-jährigen Krieges, seien es Grenzstreitigkeiten zwischen den Brandenburgern und den Pommern oder sein es die Wunden des letzten, des zweiten Weltkrieges in unserer Region. Das einzige Kontinuum scheinen die Kirchen in unseren Orten zu sein. Sie erzählen vom Glauben, auch in schweren Zeiten in unserer Region. Kommunen und Kirchengemeinden suchen heute nach zukunftsfähigen Konzepten in einer Ecke unseres Landes, in der die Bevölkerung noch immer sinkt.

Als Evangelische Kirchengemeinde vertrauen wir der Wurzeln unseres Glaubens, unserem Herrn Jesus Christus. Wir suchen und fragen nach neuen Wegen, unseren Glauben weiter zu geben. Als Kirchengemeinde wollen wir uns nicht nur selber genügen, sondern für Stadt und Dörfer da sein. Wir vertrauen auf die Zusage Jesu Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20) In diesem Vertrauen leben und arbeiten wir in unserer Kirchengemeinde zusammen. Lebendiger Ausdruck sind die verschiedensten Gruppen, Kreise und Projekte unter dem Dach unserer Kirche.

Ihr Pfarrer Manfred Hojczyk

 

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