Liebe Gemeindeglieder,

das ist das Bibelwort für diese Woche. „Die Werke des Teufels“, das klingt etwas angestaubt, doch unsere Wirklichkeit ist: Wir erleben diese Werke des Bösen eigentlich jeden Tag. Sie reichen von kleinen Lieblosigkeiten und Gemeinheiten über Hass und Lüge bis hin zur Gewalt, zu hemmungslosem Egoismus. Sie machen uns das Zusammenleben schwer, vergiften menschliche Beziehungen, beschneiden die uns gegebenen Möglichkeiten, ja sie zerstören Leben – im Großen, wie im Kleinen.

Für nicht wenige von uns ist der „Tatort“ am Sonntagabend ein wöchentliches Ritual. In unterschiedlichen Varianten und mit unterschiedlicher Dramatik zeigen diese und andere Krimiserien die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Dabei sind die Ermittler die Guten und die Täter die Bösen. Bei den meisten Krimis siegt das Gute. Der Verbrecher wird überführt und verhaftet. Krimis sind moderne Märchen, die davon erzählen, dass das Böse auf der Strecke bleibt und das Gute sich behaupten kann. – So erbaulich wie in den meisten Krimis geht es in der Welt leider nicht zu. Krimis, die einen offenen Ausgang haben und bei denen am Ende nicht klar ist, ob die Bedrohung aus der Welt geschafft werden konnte, sind wohl näher an der Lebenswirklichkeit, aber dafür weniger beliebt bei den Zuschauern. Unsere Welt entspricht einem Krimi mit offenem Ausgang.

Es gibt menschenverachtendes Verhalten, es gibt Unterdrückung und Unrecht, es gibt einen schamlosen Umgang mit der Wahrheit, oder besser einen schamlosen Gebrauch der Lüge. Sachverhalte werden verdreht, bis sich keiner mehr auskennt und jedes Vertrauen verspielt ist. Das ist böse und zerstört gedeihliches Miteinander. Hass und Hetze vergiften den Umgang und beschädigen Beziehungen. Auch das ist böse. Und oft genug fühlt man sich ohnmächtig, wenn man damit konfrontiert wird. Unsere bange Frage ist dann: Wer oder was wird sich durchsetzen? Sind es die Dreistigkeiten und die Menschenverachtung oder ist es die Fairness und der Respekt vor der Würde jedes einzelnen Menschen?

Es ist Ausdruck unserer christlichen Hoffnung, dass diese Frage entschieden ist. Die Botschaft des Evangeliums sagt: Das Böse wird nicht das letzte Wort haben. Seine Drohgebärden, sein einschüchterndes Auftreten, sollen in sich zusammenfallen. Seit Ostern gilt für das Böse in der Welt: Das Spiel ist aus! Das Böse hat keine Zukunft! Diese Hoffnung will uns stark machen für den Alltag und sie will uns den Weg weisen für ein gelingendes Leben.

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Er ist unsere Zukunft. Lasst uns auf ihn vertrauen!

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Ihre Kirchengemeinde
und Ihr Pastor Manfred Hojczyk

Video-Andacht zum Heiligen Abend 2020 in Strasburg

Willkommen

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinden Strasburg und Blumenhagen.

Wir sind eine kleine Kirchengemeinde am nördlichen Rande der Uckermark und gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Uckermärkisch-Brandenburgische und Pommersche Wurzeln verbinden sich in unserer Region. So sind wir heute Teil des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises und der Propstei Pasewalk. Unsere Kirchengemeinde – bestehend aus der Kirchengemeinde St. Marien der Stadt Strasburg und der Kirchengemeinde Blumenhagen, in der vier Dörfer verbunden sind, ist ein Produkt der letzten kreiskirchlichen Strukturreform und in der heutigen Form erst gut 10 Jahre alt. Zur Gemeinde gehören 6 Kirchengebäude. Auf den Dörfern wird monatlich in Strasburg wöchentlich Gottesdienst gefeiert.

Sieht man unsere alten Kirchen an, dann werden wir an eine große Tradition erinnert. Otto von Bamberg hat in unsere Region vor ca. 1000 Jahren den christlichen Glauben gebracht. Die Kirchengebäude selbst besitzen häufig einfache Vorgängerbauten und sind in ihrer heutigen Form ca. 750-8oo Jahre alt. Seit der Reformation sind unsere Kirchengemeinden und damit auch unsere Kirchen dem evangelischen Bekenntnis zugehörig.

Landschaftlich ist unsere Region gekennzeichnet durch weite Felder und kleine Dörfer am südlichen Rand der Brohmer Berge. Kleine Städte, in einer der dünnbesiedelsten Regionen Deutschlands, erzählen heute von der vielfältigen kriegerischen Vergangenheit – seien es die Wirren des 30-jährigen Krieges, seien es Grenzstreitigkeiten zwischen den Brandenburgern und den Pommern oder sein es die Wunden des letzten, des zweiten Weltkrieges in unserer Region. Das einzige Kontinuum scheinen die Kirchen in unseren Orten zu sein. Sie erzählen vom Glauben, auch in schweren Zeiten in unserer Region. Kommunen und Kirchengemeinden suchen heute nach zukunftsfähigen Konzepten in einer Ecke unseres Landes, in der die Bevölkerung noch immer sinkt.

Als Evangelische Kirchengemeinde vertrauen wir der Wurzeln unseres Glaubens, unserem Herrn Jesus Christus. Wir suchen und fragen nach neuen Wegen, unseren Glauben weiter zu geben. Als Kirchengemeinde wollen wir uns nicht nur selber genügen, sondern für Stadt und Dörfer da sein. Wir vertrauen auf die Zusage Jesu Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20) In diesem Vertrauen leben und arbeiten wir in unserer Kirchengemeinde zusammen. Lebendiger Ausdruck sind die verschiedensten Gruppen, Kreise und Projekte unter dem Dach unserer Kirche.

Ihr Pfarrer Manfred Hojczyk

 

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