Liebe Gemeindeglieder,

was Sie hier abgedruckt sehen, ist das Vaterunser in niederdeutscher Sprache und zwar so, wie es in der Barther Bibel von 1588 zu finden ist. Vor ein paar Jahren haben wir mit den Konfirmanden einen Ausflug ins Barther Bibelzentrum gemacht. Dort konnten wir mit einer alten Druckerpresse und den nachgearbeiteten Holzlettern drucken – und das ist das Ergebnis – DAS Gebet der Christenheit! Im Lukasevangelium wird uns überliefert (Lk 11, 1-13) wie Jesus seinen Schülern dieses Gebet empfiehlt.

Mit dem vergangenen Sonntag Rogate (übersetzt: Betet!) wird uns, wie in jedem Jahr, das Beten besonders ans Herz gelegt. Das wir beten können/dürfen empfinde ich als besonderes Geschenk. Ein Gegenüber haben, jemanden, der mich sieht, der mich hört – egal ob in Zeiten der Freude oder der Not, das entlastet mich manches mal. Das gibt mir neue Kraft und schenkt mir inneren Frieden.

Das Vaterunser ist für mich so etwas wie ein Beispielgebet: da ist alles drin, was für mich wichtig ist, aber es ist dadurch auch ziemlich allgemein. Natürlich können wir auch ganz anders beten – mit unseren eigenen Worten. Wichtig ist nur, dass unser Herz mit dabei ist. Jesus sagt seinen Jüngern: sie sollten nicht „plappern, wie die Heiden“. Es geht ja nicht darum viele und schöne Worte zu machen und sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir brauchen zum Gebet vielmehr Ruhe und Stille und gar nicht so viele Worte. Und natürlich brauchen wir das Vertrauen, dass wir in Gottes Hände alles legen können, was uns beschwert und natürlich auch den Dank und unsere Freude. Denn Gottes Hände können viel mehr tragen, als unsere Hände es vermögen.

Beten können wir einüben – es ist gar nicht schwer. Die Kinder in der Kita haben keine Schwierigkeiten damit. –  Mit Gott ist es wie mit einem guten Freund: man muss den Kontakt halten, aufpassen, dass man sich nicht aus den Augen verliert und da hilft eben das Gebet. So leicht wird man sich fremd. So leicht verliert man den Kontakt und die Verbindung reißt ab. Das gilt für uns untereinander aber auch für unsere Verbindung zu Gott. Es braucht so etwas wie eine regelmäßige Praxis. Unsere Kinder rufen wir ja schließlich auch mindestens jede Woche einmal an…

Und natürlich können wir auch füreinander beten – dann haben wir Gott UND die Menschen im Blick. Es tut so gut zu wissen, dass auch in Krisensituationen jemand für mich betet. Und es ist ganz gewiss hilfreich, in Situationen, in denen wir sonst nichts füreinander tun können, füreinander zu beten. Eines steht für mich jedenfalls fest: Wir haben einen „heißen Draht“ und den sollten wir auch  nutzen. Wir haben sogar eine Telefonnummer dafür. „Welche?“, werden sie vielleicht erstaunt fragen. Es ist die 5-0-1-5 oder genauer gesagt Psalm 50,15 – da heißt es nämlich: „Rufe mich an in der Not; so will ich dich erretten.“

Ihnen eine gesegnete Woche.
Herzlich grüßt Sie ihre Kirchengemeinde
und Ihr Pastor Manfred Hojczyk

 

Willkommen

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinden Strasburg und Blumenhagen.

Wir sind eine kleine Kirchengemeinde am nördlichen Rande der Uckermark und gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Uckermärkisch-Brandenburgische und Pommersche Wurzeln verbinden sich in unserer Region. So sind wir heute Teil des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises und der Propstei Pasewalk. Unsere Kirchengemeinde – bestehend aus der Kirchengemeinde St. Marien der Stadt Strasburg und der Kirchengemeinde Blumenhagen, in der vier Dörfer verbunden sind, ist ein Produkt der letzten kreiskirchlichen Strukturreform und in der heutigen Form erst gut 10 Jahre alt. Zur Gemeinde gehören 6 Kirchengebäude. Auf den Dörfern wird monatlich in Strasburg wöchentlich Gottesdienst gefeiert.

Sieht man unsere alten Kirchen an, dann werden wir an eine große Tradition erinnert. Otto von Bamberg hat in unsere Region vor ca. 1000 Jahren den christlichen Glauben gebracht. Die Kirchengebäude selbst besitzen häufig einfache Vorgängerbauten und sind in ihrer heutigen Form ca. 750-8oo Jahre alt. Seit der Reformation sind unsere Kirchengemeinden und damit auch unsere Kirchen dem evangelischen Bekenntnis zugehörig.

Landschaftlich ist unsere Region gekennzeichnet durch weite Felder und kleine Dörfer am südlichen Rand der Brohmer Berge. Kleine Städte, in einer der dünnbesiedelsten Regionen Deutschlands, erzählen heute von der vielfältigen kriegerischen Vergangenheit – seien es die Wirren des 30-jährigen Krieges, seien es Grenzstreitigkeiten zwischen den Brandenburgern und den Pommern oder sein es die Wunden des letzten, des zweiten Weltkrieges in unserer Region. Das einzige Kontinuum scheinen die Kirchen in unseren Orten zu sein. Sie erzählen vom Glauben, auch in schweren Zeiten in unserer Region. Kommunen und Kirchengemeinden suchen heute nach zukunftsfähigen Konzepten in einer Ecke unseres Landes, in der die Bevölkerung noch immer sinkt.

Als Evangelische Kirchengemeinde vertrauen wir der Wurzeln unseres Glaubens, unserem Herrn Jesus Christus. Wir suchen und fragen nach neuen Wegen, unseren Glauben weiter zu geben. Als Kirchengemeinde wollen wir uns nicht nur selber genügen, sondern für Stadt und Dörfer da sein. Wir vertrauen auf die Zusage Jesu Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20) In diesem Vertrauen leben und arbeiten wir in unserer Kirchengemeinde zusammen. Lebendiger Ausdruck sind die verschiedensten Gruppen, Kreise und Projekte unter dem Dach unserer Kirche.

Ihr Pfarrer Manfred Hojczyk

 

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